| Winterwanderung 2007 Kleiner Chor |
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| Samstag, den 10. Februar 2007 um 16:11 Uhr | |
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Am 20.01.2007 erfolgte die alljährliche Winterwanderung des Kleinen Chores. Wie in jedem Jahr waren der Ablauf und die einzelnen Stationen durch das Vorbereitungsteam hervorragend ausgewählt und für alle anderen Sänger nicht bekannt.
Über das Emsbachtal ging es über Ennerich und den Lahnhöhenweg nach Runkel. Hier wurden wir Zeugen der Inthronisierung des Runkeler Prinzenpaares der diesjährigen Fastnacht. Die Runkeler Bürger hatten sich in ihren mittelalterlichen Kostümen versammelt und jubelten begleitet von ohrenbetäubenden Kanonensalven ihrem Prinzenpaar zu. Von Runkel folgten wir dem Kerkerbach bis zur Hofener Mühle, wo uns das Ehepaar Dorn in ihrem wunderschönen Anwesen erwartete. Im urgemütlichen Gemäuer der Mühle genossen wir ein schmackhaftes Mittagessen und den einen oder anderen hochprozentigen Mühlengeist. Die Mühlenführung durch Herrn Dorn war sehr interessant, verfügt die Mühle doch unverändert über eine eigene Stromversorgung und alle funktionsfähigen Vorrichtungen des Müllerhandwerks. Durch den Gesang des Kleinen Chores zeigten sich die Gastgeber derart begeistert, dass spontan ein Matinee-Konzert für Frühjahr oder Sommer vereinbart wurde. Als wir die Wanderung fortsetzten, kreuzte eine große Schafherde mit zahlreichen Jungtieren unseren Weg, die in unmittelbarer Nähe der Mühle grasten. Über Steeden gelangten wir über Dehrn nach Dietkirchen. Hier wurde eindrucksvoll sichtbar, dass der Orkan Kyrill ganze Arbeit geleistet hatte. Auf den Waldwegen war so manches Baumopfer zu erkennen bzw. ließen schiefstehende Bäume einen sorgenvollen Blick nach oben schweifen. Der Wind tanzte noch mächtig in den Baumwipfeln und die Fluten der Lahn machten den einen oder anderen Umweg erforderlich. In Dietkirchen erwarteten uns Brigitte und Heinz Wagner in der Lubentius-Basilika, in der wir "I will praise the o Lord" von Knut Nystedt und "Heilig, heilig" aus der Deutschen Messe von Franz Schubert im gewohnten Sound des Kleinen Chores präsentierten. Dafür wurden wir mit einem guten Tropfen aus dem Weinberg der Pfarrgemeinde belohnt. Lahnwein der Rebsorte "Regent", der einen Vergleich mit bekannten Rotweinen nicht zu scheuen braucht. Der Abschluss erfolgte in der Micke-Kisch (Anglerklause) in Mühlen. Neben einem opulenten Abendessen mit Bier rückte zu später Stunde eine ungeplante Schnapsprobe in den Mittelpunkt. Nach dem wir zum Abschluss den Schnaps "Krabbel die Wand nuff" genossen hatten, traten wir nach Mitternacht den Heimweg an. Die knapp sechsstündige Zecherei wurde mit reichlich Gesang untermalt. Nachdem wir "Am kühlenden Morgen" um 2 ½ Töne erhöht hinter uns gebracht hatten, waren wir doch in Sorge, ob das alte Gemäuer der Anglerklause nicht Schäden erlitten hatte. Wieder war ein unvergessener Wandertag zu Ende, ein Auftakt für eine wiederum erfolgreiches Jahr?!
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