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Sternstunden für die Cäcilia in Südafrika

Nach der überaus erfolgreichen Konzertreise im Jahr 1997 nach China mit Konzerten in Peking und Shanghai unternahm der Männerchor Cäcilia vom 29. September bis 8. Oktober 2000 eine Konzertreise nach Südafrika. Die Idee zu diesem kulturellen Austausch ging auf eine Idee von Christiane Herzog zurück. Nach einer ersten Kontaktaufnahme von Werner Jung-Diefenbach und Jakob Becker mit dem Botschafter der Republik Südafrika erfolgte spontan eine Einladung für unseren Chor. Geplant waren Konzerte in den Metropolen Johannesburg/SOWETO, Pretoria und Kapstadt. Leider kam das Konzert in Kapstadt und alternativ in der Universitätsstadt Stellenbosch aufgrund mangelnder Kapazitäten nicht zustande.

Eine sehr gute und absolut richtige Entscheidung hatten wir mit dem ausgewählten Reiseveranstalter, dem Deutsch-Südafrikanischen Reisedienst (DSAR) aus Bonn getroffen. Der Geschäftsführer Herr Friedel hat sich stets um unsere Belange und Wünsche gekümmert und die Organisation unserer Reise zur Chefsache erklärt. Auch mit dem Partnerbüro in Südafrika war eine konstruktive und angenehme Zusammenarbeit jederzeit möglich.

Die Resonanz für diese Konzertreise war wieder einmal überwältigend, doch konnten wir diesmal ausschließlich Vereinsmitglieder bei den Anmeldungen berücksichtigen. Mit der Teilnehmerzahl von letztlich insgesamt 250 Personen stießen wir in organisatorischer und logistischer Hinsicht an die Grenzen des Machbaren. Der Chor war mit 68 Sängern besetzt, wobei die wichtige Ausgeglichenheit in den einzelnen Stimmen gegeben war.

Das erste Konzert – noch am Ankunftstag – in Pretoria war ein Erfolg und ein tolles Erlebnis. In dem großartigen Saal „Old Mutual Hall“ der UNISA, der größten Fernuniversität der Welt, konnte unser Chor trotz der vorangegangenen Reisestrapazen überzeugen. Das Konzert wurde in wechselnden Auftritten vom „Pretoria Serenaders Male Voice Choir“ und dem Männerchor Cäcilia gestaltet. Wir brachten aus unserem Repertoire Werke bekannter deutscher Komponisten und internationale Folklore zu Gehör. Die lebensfrohe Art der Südafrikaner zeigte sich deutlich bei den Auftritten unseres Partnerchors. Die Sänger begleiteten ihre Darbietungen mit rhythmischen Bewegungen.

Image Ein besonderes Erlebnis waren der gemeinsame Auftritt und das Singen der südafrikanischen Nationalhymne. Als Völker verbindende Geste überreichte Bürgermeister Martin Richard, der den Männerchor auf seiner Konzertreise begleitete, Gastgeschenke. Herrlich war auch der Abschluss dieses Konzerts, als unsere Freunde des „Pretoria Serenaders Male Voice Choir“ singend zu uns auf die Bühne kamen und nahezu jeden Sänger mit Handschlag verabschiedeten. Es war für uns selbstverständlich, den Chor zu unseren Chortagen im Jahr 2000 einzuladen. Die Einladung wurde mit großer Freude aufgenommen, und es gab ein Wiedersehen bei den „Cäcilia-Chortagen 2001“.

Auf das Konzert am nächsten Tag waren dann alle sehr gespannt. Wir hatten ganz bewusst den Konzertort SOWETO /SOuth WEst TOwnship) gewählt. Vielen war SOWETO ein Begriff für extreme soziale Konflikte, Armut, elende Behausungen aus Pappe und Wellblech. Auch einige der Reiseleiter hatten Respekt vor der Fahrt nach SOWETO. Doch schon bei der Vorbereitungsreise von Werner Jung-Diefenbach und Jakob Becker im Februar 2000 rückten andere Aspekte in unser Blickfeld. Was dem Chor und der gesamten Reisegruppe an Eindrücken geblieben ist, konnte man kaum in Worte fassen. Unsere Gastgeber, die „Imilonji KaNtu Choral Society“ hatten mit der 1.500 Personen fassenden katholischen Kirche „Regina Mundi Church“ einen Konzertort mit großer Geschichte gewählt. In diese Kirche waren zu Zeiten der Apartheid zahlreiche Schwarze geflüchtet und hatten dort Schutz vor Verfolgung bekommen. Nun durften wir hier ein Konzert in der voll besetzten Kirche geben. Unser Konzertpartner präsentierte sich als phantastischer gemischter Chor, der sein Repertoire perfekt vorstellte. Ganz verblüfft waren wir aber, dass das Publikum fast jedes Chorwerk mit Gesang und lautem Jubel begleitete und im Kirchensaal tanzte. Auch unsere Vorträge wurden frenetisch gefeiert und eine musikalische Verbrüderung wurde spürbar. Besonderen Applaus erhielten wir für die Darbietung der Südafrikanischen Nationalhymne und des eigens einstudierten südafrikanischen Volksliedes „Shosholoza“. Ein unvergesslicher Höhepunkt für uns alle war, dass während des Konzertes der Friedensnobelpreisträger, Erzbischof Desmond Tutu, anwesend war, sich sogar in unseren Chor einreihte und mit dem Publikum tanzte und sang.

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Bürgermeister Martin Richard überbrachte Grüße aus Limburg und ehrte Erzbischof Desmond Tutu und die Vorsitzende unseres Gastgeberchores, Frau Mary Mxadana, mit Präsenten aus der Heimat. Eine unglaubliche Attraktion war auch die Verlosung von Sachpreisen während der Konzertpause. Unsere Mitfahrer verschenkten die zahlreichen Hauptgewinne, die sie bei der Tombola erworben hatten, als Zeichen der gegenseitigen Achtung und Verbundenheit an die südafrikanischen Konzertbesucher. Dies führte zu wahren Jubelstürmen. Anschließend wurde die gesamte Gruppe von der „Imilonji KaNtu Choral Society“ zu einem gemütlichen Beisammensein bei Grillfleisch eingeladen, was den erlebnisreichen Tag abrundete. Der besondere Dank gilt der Vorsitzenden der „Imilonji KaNtu Choral Society“, Mary Mxadana, die alles so hervorragend arrangiert hatte. Als Ausdruck unserer Freundschaft luden wir auch diesen Chor zu den „Cäcilia-Chortagen 2001“ ein. Mit großer Begeisterung wurde diese Einladung ohne Zögern angenommen.

Die Ereignisse des Tages hatten uns alle tief ergriffen und berührt. Die viel zitierte Völkerverständigung haben wir in SOWETO durch das gemeinsame Musizieren erlebt. Die Herzlichkeit und Offenheit, die wir hier vorgefunden haben, waren einfach großartig und werden uns noch lange und nachhaltig begleiten.

Die gleichen Eindrücke hatten übrigens unsere südafrikanischen Reiseleiter, die dies übereinstimmend zum Ausdruck brachten. Sie dankten uns, an dieser Begegnung teilhaben zu können.

Nach den Konzerten stand dann das Kennen lernen des Landes auf dem Programm. Einzigartige Eindrücke von Land und Leuten stürmten auf uns ein: Riesige Nationalparks mit der Vielfalt und Schönheit von Tieren und Pflanzen, herrliche Gebirgslandschaften, grandiose Canyons, Kapstadt mit dem Tafelberg, das Kap der guten Hoffnung und vieles, vieles mehr.

Die Organisation der Reise erforderte umfangreichste Vorbereitungen, wofür Thomas Ewert und Jakob Becker gemeinsam die Verantwortung getragen haben. Auch den „Cäcilia-Reiseleitern“ – Werner Jung-Diefenbach, Georg Rompel, Reinhard Jung-Diefenbach, Meik Hilfrich, Josef Pisczor, Johannes Otto, Thomas Schwarz, Hans Joachim und Andrea Schupp sowie Joachim Götterd gilt unser Dank, da sie zum Gelingen der Konzertreise sehr viel beigetragen haben.

Für die umfangreiche und vorbildliche medizinische Betreuung während unseres Aufenthaltes in Südafrika möchte der Männerchor Cäcilia den mitgereisten Ärzten Dr. Jürgen Steinhauer, Dr. Ruth Hölper-Reichwein, Dr. Egbert Reichwein, Dr. Günther Lenfers, Dr. Siegrun Lenfers und Dr. Georg Fachinger seinen aufrichtigen Dank aussprechen.

Ein herzlicher Dank gilt auch allen Reiseteilnehmern für ihr vorbildliches Verhalten in allen erdenklichen Situationen. Letztendlich hatten alle ihren Anteil am Erfolg dieser eindrucksvollen und außergewöhnlichen Konzertreise in die Republik Südafrika.

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China - Reiseverlauf

Konzertreise des Männerchor »Cäcilia« Lindenholzhausen
nach China vom 16.10.97 - 26.10.97

11 Tage Peking - Shanghai - Suzhou - Hangzhou - Shanghai  

Donnerstag, 16.10.1997 - 1. Tag: Frankfurt - Peking

Abfahrt der Busse gegen 16.00 Uhr vom Cäcilia-Vereinsheim in Lindenholzhausen. Abflug gegen 19.00 Uhr mit Air China von Frankfurt nach Peking.

Freitag, 17.10.97 - 2. Tag: Peking

Gegen 12.00 Uhr chinesischer Zeit Ankunft in Peking. Nach den Einreiseformalitäten erwartet die Reisegruppe ihre chinesischen Reiseführer, die auf der gesamten Reise Begleiter sein werden. Anschließend erfolgt der Transfer zum Hotel Beijing International (4****). Nach dem Einchecken und dem Mittagessen beginnt das Besichtigungsprogramm mit einer Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt Chinas mit ihren breiten Alleen, prachtvollen Palastanlagen und modernen Geschäftsgebäuden. Zu sehen sein wird der Tian An Men (Platz des himmlischen Friedens) im Stadtzentrum, an dem sich das Mausoleum von Mao, die große Halle des Volkes sowie das Museum der chinesischen Geschichte und Revolution befinden. Nach dem Abendessen steht der Besuch einer Aufführung der weltberühmten Peking-Oper auf dem Programm.

Samstag, 18.10.97 - 3. Tag: Peking

Am heutigen Tag Besichtigung des Kaiserpalastes (die verbotene Stadt), der zwischen 1406 und 1420 erbaut wurde. Man erzählt, er habe 9999 Räume. Anschließend Fahrt zum Sommerpalast, eine der größten und besterhaltenen Gartenanlagen Chinas. Inmitten der Anlage liegt der Kunming-See mit dem berühmten Marmorschiff.
Am Abend Konzert des Männerchor »Cäcilia« Lindenholzhausen in Peking.

Sonntag, 19.10.97 - 4. Tag: Peking und Mauer

Image Ausflug zum größten Bauwerk auf Erden, der Großen Mauer sowie zu den Minggräbern. Besuch des Himmelstempels. Diese Tempelanlage ist die größte Chinas. Man sieht hier den riesigen Steinaltar, auf dem die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastie ihre Opfergaben darbrachten. Am Abend Spezialitätenessen Peking-Ente im dafür bekanntesten Restaurant Pekings Qianmen Qianjude.

Montag, 20.10.97 - 5. Tag: Peking - Shanghai

Vormittags Inlandsflug von Peking nach Shanghai. Anschließend Einchecken im Hotel New Asia Plaza (4****). Das Besichtigungsprogramm beginnt mit dem Besuch der Altstadt, in der sich der Yu-Garten und ein altes Teehaus befinden. Anschließend Bummel durch die Haupteinkaufsstraße von Shanghai, die Nanjinglu. Hier finden sich viele interessante Geschäfte mit Kunsthandwerk, Seidenstoffen und die großen Kaufhäuser der Stadt. Nicht weit entfernt von der Nanjinglu ist die Uferpromenade Bund mit der typischen Skyline von Shanghai. Viele interessante alte Gebäude im europäischen Baustil, die noch aus der Kolonialzeit stammen, reihen sich am Bund aneinander. Am Abend steht der Besuch einer Akrobatikvorstellung auf dem Programm.

Dienstag, 21.10.97 - 6. Tag: Shanghai

Image Am Vormittag Besuch des Fisch- und Vogelmarktes sowie des berühmten Jade-Buddha-Tempels. Dieser Tempel wurde 1882 errichtet und zählt zu den bekanntesten Tempeln Südchinas. In ihm befindet sich eine liegende Buddha-Statue aus Burma, die dem Tempel seinen Namen gab. Am Abend Konzert des Männerchor «Cäcilia« Lindenholzhausen in Shanghai.

Mittwoch, 22.10.97 - 7. Tag: Shanghai - Suzhou

Vormittags Bahnfahrt nach Suzhou. Die Fahrt dauert etwa 1 ½ Stunden. Einchecken im Hotel Aster (4****). Suzhou gilt wegen seiner vielen Kanäle und malerischen Steinbrücken als das "Venedig des Ostens". Außerdem ist Suzhou bekannt für seine überaus schönen Gärten. Auf einer Stadtrundfahrt Besichtigung des Gartens des Meisterfischers und des Gartens der anspruchslosen Amtsperson. Weiterhin wird eine Seidenfabrik besucht, wo ein Einblick in die Fertigung der bekannten chinesischen Seidenstoffe zu erhalten ist.

Donnerstag, 23.10.97 - 8. Tag: Suzhou - Jiaxing - Hangzhou

Am Vormittag Bootsfahrt auf dem Kaiserkanal von Suzhou nach Jiaxing. Während dieser Bootsfahrt mit bequemen Touristenbooten erlebt man ein Landschaftspanorama, wie es typisch ist für das weite Yangzi-Becken. Der bereits in der Sui-Dynastie (581 - 618 n. Chr.) ausgebaute Kaiserkanal oder Große Kanal, wie er heute genannt wird, ist unverändert auch heute noch eine wichtige Verkehrsverbindung. Jiaxing ist eine kleine, malerische Stadt am Kaiserkanal. Hier gibt es eine kleine Stadtbesichtigung. Anschließend erfolgt eine etwa zweistündige Busfahrt nach Hangzhou. Transfer zum Hotel Dragon (4****).

Freitag, 24.10.97 - 9. Tag: Hangzhou

Mit dem malerischen Westsee zählt Hangzhou zu den schönsten Städten in China. Der See mit seinen vier Inseln, die man besichtigen kann, wird auf der einen Seite von bewaldeten Hügeln begrenzt. Die ganze Szenerie wirkt wie ein chinesisches Gemälde. Bootsfahrt auf dem Westsee und anschließend Besichtigung des Lingyin-Tempel sowie der Pagode der Sechs Harmonien, von deren Spitze (59 m) man einen schönen Blick auf die Umgebung hat.

Samstag, 25.10.97 - 10. Tag: Hangzhou - Shanghai

Vormittags erfolgt die Rückfahrt mit der Bahn von Hangzhou nach Shanghai (ca. 5 Stunden) durch die überwiegend ländliche Gegend. Hier kann man die Bauern bei ihrer Arbeit sehen. Nach Ankunft in Shanghai besteht die Möglichkeit, noch einmal am Bund spazieren zu gehen und die Atmosphäre Shanghais auf sich wirken zu lassen. Es können noch einige Einkäufe auf der Nanjinglu oder im Freundschaftsladen gemacht werden, in dem sich ein reichhaltiges Angebot an Souvenirs und anderen chinesischen Waren befinden. Am Abend steht noch ein Spezialitätenessen auf dem Programm.

Sonntag, 26.10.97 - 11. Tag: Shanghai - Frankfurt

Nach dem Frühstück erfolgt der Transfer zum Flughafen. Verabschiedung von China und den Reiseleitern. Gegen 11.40 Uhr erfolgt der Rückflug mit Air China nonstop nach Frankfurt. Die Ankunft wird gegen 17.00 Uhr sein. 

 

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