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Cäcilia Lindenholzhausen konzertierte mit Sängern aus der Pfalz

Von Anken Bohnhorst-Vollmer

Gemeinsam mit dem „Haßler-Chor“ aus Münchweiler gestalteten die Männer der „Cäcilia Lindenholzhausen“ am Samstagabend ein klangfarbenfrohes Frühjahrskonzert im Dorfgemeinschaftshaus Limburg-Lindenholzhausen. 

Um genau zu verstehen, wie fidel es auf der Hochzeitsfeier zugeht, die Johann August Södermanns in seinem Lied „I Bröllopsgarden“ beschreibt, müsste man schwedisch können. Dass diese Musik aber voll Lebensfreude und Temperament steckt, dass diese Komposition nach ungetrübtem Frohsinn und grenzenloser Harmonie klingt, das hörte man, und das sah man den Sängern der „Cäcilia“ auch an: Im „Bröllopsgarden“ regiert ausgelassene Heiterkeit – und das, obwohl das Werk bei diesem Konzert ausschließlich von Männern präsentiert wurde, was für eine vollständige Hochzeitsgesellschaft im 19ten Jahrhundert, also zu Lebzeiten von Komponist August Södermann, nicht ausgereicht haben dürfte. Der von Matthias Schmidt gefühlvoll geleitete Männerchor schuf jedenfalls ein herrlich temperamentvolles Klangerlebnis.

Ebenso stimmungsvoll geriet den Sängern Felix Mendelssohn-Bartholdys vergnügtes „Trinklied“ mit den aufmunternden Zeilen, „wenn man nicht trinken kann, soll man nicht lieben; doch sollt ihr Trinker euch nicht besser dünken – wenn man nicht lieben kann, soll man nicht trinken“ sowie Paul Zolls „Rheinisches Fuhrmannslied“.

Klangvielfalt

Die wundervolle Welt der Fuhrmänner wurde hier so eindringlich besungen, als habe jeder Cäcilianer die Frage, „gibt es denn ein schöner Leben als Fuhrmann zu sein“, längst für sich entschieden und insoweit beantwortet, dass ein Fuhrmann-Leben allenfalls durch das Dasein als Cäcilia-Sänger übertroffen werden könne.

 

Zauberhaft arrangiert und souverän vorgetragen wurden auch „Loch Lomond“ (Solist: Meinhard Rompel) und „The Drummer and the Cook“ (Solist: Franz-Josef Otto), bei dem der Chor seine beeindruckende Klangvielfalt und seine dynamische Prägnanz aufblätterte, ohne dabei seine sympathische Bodenständigkeit zu verlieren.
Den unaufgeregten Charme erfahrener und erfolgreicher Sänger verströmten auch die Gäste vom „Hassler-Chor“ aus dem pfälzischen Münchweiler mit ihrer Version des Eichendorff-Liedes „Die Gedanken sind frei“. Dieses ehemals aus einem Jugendchor entstandene gemischte Ensemble unter der Leitung von Bernhard Haßler hatte darüber hinaus zwei frühbarocke, mit hervorragender Präzision vorgetragene Werke von Giovanni Gastoldi sowie mehrere Volkslieder im Programm. Ausgewogene Klangfarben und –fülle waren hier zu hören, etwa bei „Wenn alle Brünnlein fließen“, „In einem kühlen Grunde“ und in Moritz Hauptmanns „Frühlingsliebe“. Nur die musikalische Einladung zum bunt vergnügten Hochzeitstreiben „I Bröllopsgarden“, die war an diesem Abend dem Männerchor Cäcilia vorbehalten.

Hinweis:

Verwendung der Artikel der Nassauischen Neuen Presse mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Societäts-Druckerei.

Artikel vom 07.04.2014, 03:00 Uhr (letzte Änderung 09.04.2014, 02:44 Uhr)

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