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„Hab mein Wage voll gelade“

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In fröhlicher, ausgelassener Runde singen rund 70 Senioren alte Volksweisen und haben sichtlich Spaß daran. Seit eineinhalb Jahren laden die „Cäcilia“-Chöre Lindenholzhausen einmal monatlich zum Volksliedersingen ein, das sehr rege besucht wird.

 

Limburg. „Hab mein Wage voll gelade“ ist im Lindenholzhäuser Bürgerhaus ebenso lautstark zu hören wie „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ und auch „Schön ist ein Zylinderhut“. Keine Frage: Das Volksliedersingen ist beliebt. Mit 30 regelmäßigen Teilnehmern hatte Ulrich Rompel nach der Premiere im Sommer 2014 gerechnet, inzwischen sind es um die 70 Senioren. „Es scheint ein Bedürfnis zu geben, zusammenzukommen und zu singen“, sagt der Vize-Chorleiter. Neben dem Singen habe das Ganze eben auch einen sozialen Aspekt, denn die Leute sind in Gesellschaft, anstatt allein zu Hause zu sitzen.

Die „Cäcilia“-Chöre hatte vor knapp drei Jahren ein Volksliedersingen angeboten. Das kam so gut an, dass die Idee entstand, es regelmäßig durchzuführen. Ulrich Rompel erklärte sich gerne bereit, dieses mit einem Team zu organisieren. Sänger und Sängerinnen zwischen 50 und 90 Jahren kommen seitdem zusammen, um gemeinsam Volkslieder zu singen und in Erinnerungen zu schwelgen.

Für den 84-jährigen Bernhard Bleutger bietet das Volksliedersingen eine Möglichkeit, weiter zu singen. Bis vor acht Jahren habe er noch im Männerchor gesungen, doch nach einem Schlaganfall sei dies nicht mehr möglich gewesen. Zudem wurden mehr und mehr englische Lieder gesungen, mit denen er nicht so zurechtkam. Daher freue er sich, bei diesen Treffen alte, deutsche Volkslieder singen zu können. Gerne gibt er Anekdoten zu einzelnen Liedern zum Besten. So erinnere er sich noch genau, wie 1945 Sperrstunde war und sich die Jugendlichen dennoch zum Singen trafen. Er könne sich nauch noch gut erinnern, wie die amerikanischen Soldaten kamen und anstatt Strafen zu verhängen, die Sänger-Gruppe baten, „Lili Marleen“ zu singen. Er möchte so lange kommen, wie es ihm möglich ist, denn „Singen soll gesund sein“.

Andere Sänger erinnern sich genau, mit welchem Lied der Chor welchen Wettbewerb gewonnen hat und so gibt es an diesen Nachmittag auch einen Einblick in die Geschichte der „Cäcilia“-Chöre.

Doch nicht nur ehemalige Chormitglieder finden den Weg zu diesem vereinsunabhängigen Singen. Dieter Kuehmichel kommt immer aus Elkerhausen. „Wir sind hier alle von einem Schlag“, begründet er sein Kommen. In einem Chor habe er nie mitgesungen, da sein erstes Erlebnis negativ war, doch dieses Zusammenkommen mache ihm sehr viel Spaß.

Ulrich Rompel setzt immer monatliche Schwerpunkte. Bei den Jagdliedern lud er einen Jäger mit Jagdhorn ein, und als Seemannslieder auf dem Programm standen, brachte eine Sängerin ihr Schifferklavier mit. Er findet es immer wieder interessant, welche regionalen Veränderungen Volkslieder erfahren. Und so verwundert es ihn auch nicht, dass alle Sänger zum Text auf den Liederzetteln eigene Strophen noch hinzufügen.

Das Volksliedersingen findet einmal im Monat statt. Der nächste Termin ist am Donnerstag,12. Mai, zum Thema „Liebe, Lust und Leid“.

Artikel erschienen in der Nassauischen Neuen Presse vom 12.04.2016 (Link)

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