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Sternstunden für die Cäcilia in Südafrika

south africaEin besonderes Erlebnis waren der gemeinsame Auftritt und das Singen der südafrikanischen Nationalhymne. Als Völker verbindende Geste überreichte Bürgermeister Martin Richard, der den Männerchor auf seiner Konzertreise begleitete, Gastgeschenke. Herrlich war auch der Abschluss dieses Konzerts, als unsere Freunde des „Pretoria Serenaders Male Voice Choir“ singend zu uns auf die Bühne kamen und nahezu jeden Sänger mit Handschlag verabschiedeten. Es war für uns selbstverständlich, den Chor zu unseren Chortagen im Jahr 2000 einzuladen. Die Einladung wurde mit großer Freude aufgenommen, und es gab ein Wiedersehen bei den „Cäcilia-Chortagen 2001“. image.pngAuf das Konzert am nächsten Tag waren dann alle sehr gespannt. Wir hatten ganz bewusst den Konzertort SOWETO /SOuth WEst TOwnship) gewählt.

Vielen war SOWETO ein Begriff für extreme soziale Konflikte, Armut, elende Behausungen aus Pappe und Wellblech. Auch einige der Reiseleiter hatten Respekt vor der Fahrt nach SOWETO. Doch schon bei der Vorbereitungsreise von Werner Jung-Diefenbach und Jakob Becker im Februar 2000 rückten andere Aspekte in unser Blickfeld. Was dem Chor und der gesamten Reisegruppe an Eindrücken geblieben ist, konnte man kaum in Worte fassen. Unsere Gastgeber, die „Imilonji KaNtu Choral Society“ hatten mit der 1.500 Personen fassenden katholischen Kirche „Regina Mundi Church“ einen Konzertort mit großer Geschichte gewählt. In diese Kirche waren zu Zeiten der Apartheid zahlreiche Schwarze geflüchtet und hatten dort Schutz vor Verfolgung bekommen. Nun durften wir hier ein Konzert in der voll besetzten Kirche geben. Unser Konzertpartner präsentierte sich als phantastischer gemischter Chor, der sein Repertoire perfekt vorstellte.

Ganz verblüfft waren wir aber, dass das Publikum fast jedes Chorwerk mit Gesang und lautem Jubel begleitete und im Kirchensaal tanzte. Auch unsere Vorträge wurden frenetisch gefeiert und eine musikalische Verbrüderung wurde spürbar. Besonderen Applaus erhielten wir für die Darbietung der Südafrikanischen Nationalhymne und des eigens einstudierten südafrikanischen Volksliedes „Shosholoza“. Ein unvergesslicher Höhepunkt für uns alle war, dass während des Konzertes der Friedensnobelpreisträger, Erzbischof Desmond Tutu, anwesend war, sich sogar in unseren Chor einreihte und mit dem Publikum tanzte und sang. Bürgermeister Martin Richard überbrachte Grüße aus Limburg und ehrte Erzbischof Desmond Tutu und die Vorsitzende unseres Gastgeberchores, Frau Mary Mxadana, mit Präsenten aus der Heimat. south africa 002Eine unglaubliche Attraktion war auch die Verlosung von Sachpreisen während der Konzertpause.

Unsere Mitfahrer verschenkten die zahlreichen Hauptgewinne, die sie bei der Tombola erworben hatten, als Zeichen der gegenseitigen Achtung und Verbundenheit an die südafrikanischen Konzertbesucher. Dies führte zu wahren Jubelstürmen. Anschließend wurde die gesamte Gruppe von der „Imilonji KaNtu Choral Society“ zu einem gemütlichen Beisammensein bei Grillfleisch eingeladen, was den erlebnisreichen Tag abrundete. Der besondere Dank gilt der Vorsitzenden der „Imilonji KaNtu Choral Society“, Mary Mxadana, die alles so hervorragend arrangiert hatte. Als Ausdruck unserer Freundschaft luden wir auch diesen Chor zu den „Cäcilia-Chortagen 2001“ ein.

Mit großer Begeisterung wurde diese Einladung ohne Zögern angenommen. Die Ereignisse des Tages hatten uns alle tief ergriffen und berührt. Die viel zitierte Völkerverständigung haben wir in SOWETO durch das gemeinsame Musizieren erlebt. Die Herzlichkeit und Offenheit, die wir hier vorgefunden haben, waren einfach großartig und werden uns noch lange und nachhaltig begleiten. Die gleichen Eindrücke hatten übrigens unsere südafrikanischen Reiseleiter, die dies übereinstimmend zum Ausdruck brachten. Sie dankten uns, an dieser Begegnung teilhaben zu können. Nach den Konzerten stand dann das Kennen lernen des Landes auf dem Programm.

Einzigartige Eindrücke von Land und Leuten stürmten auf uns ein: south africa 002Riesige Nationalparks mit der Vielfalt und Schönheit von Tieren und Pflanzen, herrliche Gebirgslandschaften, grandiose Canyons, Kapstadt mit dem Tafelberg, das Kap der guten Hoffnung und vieles, vieles mehr. Die Organisation der Reise erforderte umfangreichste Vorbereitungen, wofür Thomas Ewert und Jakob Becker gemeinsam die Verantwortung getragen haben. Auch den „Cäcilia-Reiseleitern“ – Georg Rompel, Reinhard Jung-Diefenbach, Meik Hilfrich, Josef Pisczor, Johannes Otto, Thomas Schwarz, Hans Joachim und Andrea Schupp sowie Joachim Götterd gilt unser Dank, da sie zum Gelingen der Konzertreise sehr viel beigetragen haben. Für die umfangreiche und vorbildliche medizinische Betreuung während unseres Aufenthaltes in Südafrika möchte der Männerchor Cäcilia den mitgereisten Ärzten Dr. Jürgen Steinhauer, Dr. Ruth Hölper-Reichwein, Dr. Egbert Reichwein, Dr. Günther Lenfers, Dr. Siegrun Lenfers und Dr. Georg Fachinger seinen aufrichtigen Dank aussprechen. Ein herzlicher Dank gilt auch allen Reiseteilnehmern für ihr vorbildliches Verhalten in allen erdenklichen Situationen. Letztendlich hatten alle ihren Anteil am Erfolg dieser eindrucksvollen und außergewöhnlichen Konzertreise in die Republik Südafrika.

 

Reiseablauf

 

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