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Konzertreise nach Schopfheim

Reisebericht zur Konzertreise nach Schopfheim 

Mit drei vollbesetzten Bussen startete der Männerchor Cäcilia am Samstag, den 29. April 2006 in aller Frühe zu einer zweitägigen Reise in Richtung Breisgau. Das Ziel sollte Schopfheim sein, wo der Bruder unseres Vorsitzenden, Clemens „Jimmy“ Jung-Diefenbach, seine neue Heimat gefunden hat und im dortigen Männerchor seine Stimme als 1. Bass einbringt. Die Idee zu diesem Konzert in Schopfheim wurde bereits 2004 geboren, als der Chorleiter des Männerchores Schopfheim-Fahrnau, Volker Brenzinger, gemeinsam mit Clemens Jung-Diefenbach den Männerchor Cäcilia zur Chorolympiade nach Bremen begleitete und dort begeistert war vom Auftritt des späteren Chorolympiasiegers. Der errungene Titel war natürlich das Hauptthema des abendlichen Konzertes. Groß angekündigt als Olympiachor traten wir die Reise in den äußersten Süden der Republik an; ob wir diesen Vorschusslorbeeren auch dieses Mal gerecht werden konnten?

Nach einer kurzen Pause auf dem Rastplatz Baden-Baden ging es bei frostigen Temperaturen, aber herrlichem Sonnenschein, nach Freiburg, dem Zentrum des Breisgaus und mit seinen 5,7 km Bächle durch die Altstadt wohl eine der schönsten Städte Deutschlands. Nach einer informativen Stadtbesichtigung und einer Stärkung in den urigen Gaststätten Freiburgs ging die Fahrt weiter nach Weil am Rhein, dem Nachtquartier der Reisegruppe unmittelbar an der Schweizer Grenze. Hier wurden wir bereits von der einen Tag früher gestarteten Gruppe um Sänger Berthold Wagner begrüßt und nach dem Check-In begannen die Vorbereitungen auf den Höhepunkt der Reise, das Konzert in der mit über 800 Zuhörern ausverkauften Schopfheimer Stadthalle.

Eröffnet wurde das Konzertprogramm vom gemischten Chor des GV Fahrnau unter Volker Brenzinger mit „Sing! Sing! Sing! als quasi Thema des Abends. Melodien von Andrew-Lloyd-Webber, die allesamt gekonnt vorgetragen wurden, mit dem Motto „A concert celebration" fanden ebenso den Applaus des Publikums wie das mitreißende „New York, New York“. Die Solisten des Chores, Stefanie Kiefer und Wolfgang Klemm, konnten sich bei dem sich anschließenden Stück aus der Feder von keinem geringeren als Elton John profilieren.-Obwohl die Reise für alle Teilnehmer, besonders aber für die Sänger, aufgrund des frühen Starts und dem vollen Programm sehr anstrengend war, zeigte der Männerchor seine gewohnte Klasse und konnte beim abendlichen Konzert alle Zuhörer restlos begeistern.

Chorleiter Matthias Schmidt hatte es in einer intensiven Generalprobe wieder einmal geschafft, seine Sänger auf den Punkt genau topfit zu bekommen. Auch komplizierte akustische Verhältnisse, die bei der Probe noch kleine Probleme bereiteten, wurden dabei hervorragend gemeistert. Besonders die Anzahl an schwierigsten Chorwerken sowie die Vielfalt der gesungenen Stücke beeindruckte das fachkundige Publikum. Neben dem achtstimmigen „Incantatio maris aestuosi“ von Veljo Tormis, dem französischen Meisterwerk „Saltarelle“ von Camille Saint-Saëns und der „Landerkennung“ von Edvard Grieg konnte die Cäcilia bei weiteren 9 Werken überzeugen. Dazu ein Auszug aus dem Bericht der Badischen Zeitung vom 02.05.2006: „Dann war das Publikum auf den Auftritt des „Olympiachores“ aus dem hessischen Sängerdorf gespannt. Man spürte bei den ersten Takten, dass hier nicht nur auf die Masse der Stimmen, sondern auffallend auf die Gesangskultur der Einzelnen Wert gelegt wird. Dass vieles auswendig gesungen wurde, bürgt für das tief greifende „Training“ durch den noch nicht 30 Lenze zählenden Dirigenten Matthias Schmidt. Hinzu kommt die auf hohem sängerischen Niveau stehende Gesangstechnik, kombiniert mit dem oft hohen Schwierigkeitsgrad der Gesangsstücke“.Am Ende des ersten Programmteils konnte sich Volker Brenzinger einen Herzenswunsch erfüllen und seine Fahrnauer Sänger gemeinsam mit der Cäcilia beim „Tebje pojem“ von Bortnjanski dirigieren. Hier standen weit über hundert Sänger auf der Bühne; wann kann ein Chorleiter einmal solch einen Chor dirigieren? Das macht Lust auf mehr; es wäre vielen Chören in Deutschland zu wünschen, dass der Trend wieder nach oben geht und die Reihen sich wieder füllen.

Nach einer kurzen Pause eröffnete der Männerchor Fahrnau das Programm des zweiten Teils mit „Kloster Grabow“, „Schloss Rötteln“ sowie „Cekolina“, und konnte sich wahrlich hören lassen. Der anschließende Vortrag des Kleinen Chores der Cäcilia, ebenfalls unter der Leitung von Matthias Schmidt, mit dem Spiritual „Crucifixion“, 3 Silcher-Stücken sowie dem „Hahn von Onkel Giacometo“ bewies, warum sich die Truppe für die Männer-Kammerchor-Klasse des Deutschen Chorwettbewerb qualifiziert hat.-Wie kann ein Chor solche Vielfalt an schwierigen Chorwerken bieten, ohne qualitativ abzufallen?“ war eine der häufigsten Fragen des Abends. „Solch einen Chorklang hört man nur noch sehr selten!“ war eine weitere Aussage vieler Zuhörer. Nach dem letzten offiziellen Vortrag, dem „Jerusalem“ von Adams waren die Besucher nicht mehr zu halten und erhoben sich von den Stühlen. Minutenlange „Standing Ovations“ folgten, ehe man (nach einer Zugabe) gemeinsam mit dem Männerchor Schopfheim-Fahrnau das eigens für dieses Konzert einstudierte „Badenlied“ vorführte als Hommage an die Heimat unserer Gastgeber. Marcus Gemeinder als Pianist sowie Meinhard Rompel, Franz–Josef und 2 x Johannes Otto als Solisten rundeten das Bild eines professionellen Auftritts ab.

Im anschließenden geselligen Teil erklangen im Saal über große Entfernungen hinweg sämtliche Gassenhauer, die der Männerchor Cäcilia in seinem Repertoire hat. Reinhard Jung-Diefenbach und Ulrich Rompel waren mal wieder „nach Feierabend“ als Vizechorleiter aktiv. Absoluter Höhepunkt hierbei war das populäre Stück „Die Ziege“, welches wunderbar von Clemens „Jimmy“ Jung-Diefenbach vorgetragen wurde und das mittlerweile Kultstatus in den Reihen der Cäcilia hat.-Nach dem Konzert startete der erste Pendelbus mit „Cäcilia-Busfahrer“ Gerhard Kleinz kurz nach Mitternacht zum Atlas-Hotel in Weil am Rhein. Bei der letzten Fahrt soll es wohl schon hell gewesen sein. Das abschließende Programm am Sonntagmorgen wurde dann jedem Geschmack gerecht. So nutzten viele Teilnehmer die Möglichkeit zum Gottesdienst im benachbarten Ort. Einige wenige zog es bereits sehr zeitig zum Frühschoppen und andere konnten bei einer Stadtführung durch Schopfheim die Schönheit dieser badischen Kleinstadt (ca. 18.000 Einwohner) kennen lernen.

Der abschließende Frühschoppen und das gemeinsame Mittagessen mit den Sängerinnen und Sängern aus Schopfheim waren der wunderschöne Abschluss einer kurzen, aber intensiven Konzertreise. Die Freundlichkeit unserer Fahrnauer Gastgeber wird allen „Hollessern“ in bester Erinnerung bleiben. Der Männerchor Cäcilia hat viele neue Freunde gefunden und Werbung für die (leider immer weniger werdenden) großen Männerchöre gemacht. Es ist zu wünschen, dass der Trend bei den vielen deutschen Männerchören in die andere Richtung geht, denn der Chorklang und die Vorzüge eines großen Männerchores sind bei entsprechendem Training beinahe unübertrefflich und können von anderen Gesangsformationen bei weitem nicht ersetzt werden.

Hervorragend vorbereitet wurde die Reise wieder einmal von Jakob Becker und Werner Jung-Diefenbach sowie auf Fahrnauer Seite von unserem Mitglied Clemens Jung-Diefenbach, die sich mit Hilfe der Vorstandskollegen Georg Rompel, Walter Schäfer und Joachim Götterd ein besonderes Lob verdient haben. Welcher Chor kann schon neben dem stimmlichen Material ein solches Potenzial an Organisationstalenten vorweisen? Darauf sollten wir alle ein wenig stolz sein, ohne jedoch vom Boden abzuheben.

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